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	<title>Gesetze Archive - Recht alltäglich</title>
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	<title>Gesetze Archive - Recht alltäglich</title>
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		<title>Haushaltsnahe Dienstleistungen: Entlastung im Alltag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rechtalltaeglich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Oct 2024 01:28:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was sind haushaltsnahe Dienstleistungen? Stell dir vor, du kommst nach einem langen Arbeitstag nach Hause und deine Wohnung glänzt schon von weitem. Oder dein Garten ist perfekt gepflegt, ohne dass du selbst Hand angelegt hast. Das ist der Traum vieler, und dank haushaltsnaher Dienstleistungen kann er Wirklichkeit werden. Haushaltsnahe Dienstleistungen sind alle Arbeiten, die normalerweise [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3 data-sourcepos="3:1-3:44"><strong>Was sind haushaltsnahe Dienstleistungen?</strong></h3>
<p data-sourcepos="5:1-5:282">Stell dir vor, du kommst nach einem langen Arbeitstag nach Hause und deine Wohnung glänzt schon von weitem. Oder dein Garten ist perfekt gepflegt, ohne dass du selbst Hand angelegt hast. Das ist der Traum vieler, und dank haushaltsnaher Dienstleistungen kann er Wirklichkeit werden.</p>
<p data-sourcepos="7:1-7:197">Haushaltsnahe Dienstleistungen sind alle Arbeiten, die normalerweise von dir oder anderen Mitgliedern deines Haushalts erledigt werden, aber von einem Dienstleister übernommen werden. Dazu gehören:</p>
<ul data-sourcepos="9:1-13:0">
<li data-sourcepos="9:1-9:62"><strong>Reinigung:</strong> Wohnungsputz, Fensterputzen, Teppichreinigung</li>
<li data-sourcepos="10:1-10:63"><strong>Gartenpflege:</strong> Rasenmähen, Hecken schneiden, Unkraut jäten</li>
<li data-sourcepos="11:1-11:65"><strong>Handwerksleistungen:</strong> Reparaturen im Haushalt, Malerarbeiten</li>
<li data-sourcepos="12:1-13:0"><strong>Betreuung:</strong> Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen</li>
</ul>
<h3 data-sourcepos="14:1-14:59"><strong>Warum sind haushaltsnahe Dienstleistungen so attraktiv?</strong></h3>
<p data-sourcepos="16:1-16:309">Neben der Zeitersparnis und der Möglichkeit, sich auf wichtigere Dinge zu konzentrieren, bieten haushaltsnahe Dienstleistungen einen weiteren großen Vorteil: Sie können steuerlich geltend gemacht werden. Das bedeutet, dass du einen Teil der Kosten für diese Dienstleistungen von deiner Steuer absetzen kannst.</p>
<h3 data-sourcepos="18:1-18:40"><strong>Was ist bei der Zahlung zu beachten?</strong></h3>
<p data-sourcepos="20:1-20:109">Damit du dir die Steuerermäßigung sichern kannst, gibt es einige wichtige Regeln bei der Zahlung zu beachten:</p>
<ul data-sourcepos="22:1-25:0">
<li data-sourcepos="22:1-22:145"><strong>Keine Barzahlung:</strong> Die Zahlung muss unbedingt bargeldlos erfolgen. Überweisung, Dauerauftrag oder Lastschrift sind gängige Zahlungsmethoden.</li>
<li data-sourcepos="23:1-23:126"><strong>Rechnung:</strong> Du benötigst eine detaillierte Rechnung, aus der die geleisteten Arbeiten und die Höhe der Kosten hervorgehen.</li>
<li data-sourcepos="24:1-25:0"><strong>Name und Anschrift:</strong> Auf der Rechnung müssen der Name und die Anschrift des Dienstleisters sowie deine eigenen Angaben enthalten sein.</li>
</ul>
<h3 data-sourcepos="26:1-26:65"><strong>Welche Möglichkeiten zur steuerlichen Geltendmachung gibt es?</strong></h3>
<p data-sourcepos="28:1-28:181">Die gute Nachricht: Du kannst einen Teil der Kosten für haushaltsnahe Dienstleistungen von deiner Steuer absetzen. Geregelt ist dies in § 35a EStG (Einkommensteuergesetz). Die Höhe der Steuerermäßigung hängt von verschiedenen Faktoren ab:</p>
<ul data-sourcepos="30:1-33:0">
<li data-sourcepos="30:1-30:103"><strong>Art der Dienstleistung:</strong> Für manche Dienstleistungen gibt es höhere oder niedrigere Absetzbeträge.</li>
<li data-sourcepos="31:1-31:88"><strong>Höhe der Gesamtkosten:</strong> Es gibt jährliche Höchstgrenzen für die absetzbaren Kosten.
<ul data-sourcepos="30:1-33:0">
<li data-sourcepos="19:1-19:158"><strong>Allgemeine haushaltsnahe Dienstleistungen:</strong> Hier kannst du 20% der Aufwendungen, maximal jedoch 4.000 Euro pro Jahr, als Steuerermäßigung geltend machen.</li>
<li data-sourcepos="20:1-21:0"><strong>Handwerkerleistungen:</strong> Für Handwerkerleistungen, wie zum Beispiel Malerarbeiten oder Reparaturen, kannst du ebenfalls 20% der Arbeitskosten absetzen, allerdings ist der Höchstbetrag hier auf 1.200 Euro pro Jahr begrenzt.</li>
</ul>
</li>
<li data-sourcepos="32:1-33:0"><strong>Dein Einkommen:</strong> Je höher dein Einkommen, desto geringer ist in der Regel der Steuersatz und damit auch der Steuerermäßigungseffekt.</li>
</ul>
<p data-sourcepos="22:1-22:73"><strong>Wichtig:</strong> Es sind nur die Arbeitskosten absetzbar, nicht das Material.</p>
<h3 data-sourcepos="34:1-34:95"><strong>Wie kannst du die haushaltsnahen Dienstleistungen in deiner Steuererklärung geltend machen?</strong></h3>
<p data-sourcepos="36:1-36:119">Um die Kosten für haushaltsnahe Dienstleistungen in deiner Steuererklärung anzugeben, benötigst du folgende Unterlagen:</p>
<ul data-sourcepos="38:1-41:0">
<li data-sourcepos="38:1-38:62"><strong>Rechnungen:</strong> Sammle alle Rechnungen für das gesamte Jahr.</li>
<li data-sourcepos="39:1-39:71"><strong>Kontoauszüge:</strong> Diese dienen als Nachweis für die erfolgte Zahlung.</li>
</ul>
<h3 data-sourcepos="42:1-42:81"><strong>Welche Vorteile hat die Inanspruchnahme haushaltsnaher Dienstleistungen noch?</strong></h3>
<p data-sourcepos="44:1-44:86">Neben der Steuerersparnis bieten haushaltsnahe Dienstleistungen noch weitere Vorteile:</p>
<ul data-sourcepos="46:1-50:0">
<li data-sourcepos="46:1-46:78"><strong>Mehr Freizeit:</strong> Du hast mehr Zeit für deine Familie, Freunde oder Hobbys.</li>
<li data-sourcepos="47:1-47:84"><strong>Weniger Stress:</strong> Du musst dich nicht mehr um lästige Haushaltsaufgaben kümmern.</li>
<li data-sourcepos="48:1-48:157"><strong>Professionelle Arbeit:</strong> Dienstleister verfügen über das nötige Know-how und die richtigen Werkzeuge, um die Arbeiten schnell und effizient zu erledigen.</li>
<li data-sourcepos="49:1-50:0"><strong>Förderung der heimischen Wirtschaft:</strong> Indem du lokale Dienstleister beauftragst, unterstützt du die Wirtschaft in deiner Region.</li>
</ul>
<p data-sourcepos="51:1-51:9"><strong>Fazit</strong></p>
<p data-sourcepos="53:1-53:239">Haushaltsnahe Dienstleistungen sind eine sinnvolle Möglichkeit, sich das Leben zu erleichtern und gleichzeitig Steuern zu sparen. Mit etwas Planung und den richtigen Unterlagen kannst du die Steuerermäßigung problemlos in Anspruch nehmen.</p>
<p data-sourcepos="55:1-55:143"><strong>Wichtiger Hinweis:</strong> Die steuerlichen Regelungen können sich ändern. Für eine genaue Beratung solltest du dich an einen Steuerberater oder einen <a href="https://www.bvl-verband.de/verband/mitgliedsvereine" target="_blank" rel="noopener">Lohnsteuerhilfeverein</a> wenden.</p>
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		<title>Winterreifen: Alles, was du wissen musst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rechtalltaeglich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Oct 2024 18:09:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesetze]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
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		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Bußgeld]]></category>
		<category><![CDATA[gesetzliche Regelung]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Winterreifen]]></category>
		<category><![CDATA[Winterreifenpflicht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür und damit auch die Frage: Muss ich jetzt Winterreifen aufziehen? Die Straßenverkehrsordnung (StVO) gibt hier klare Vorgaben. Wann sind Winterreifen Pflicht? In Deutschland besteht keine generelle Winterreifenpflicht, sondern eine sogenannte situative Winterreifenpflicht. Das bedeutet: Winterliche Straßenverhältnisse: Sobald Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte auf den Straßen herrscht, sind [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-sourcepos="5:1-5:163">Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür und damit auch die Frage: Muss ich jetzt Winterreifen aufziehen? Die Straßenverkehrsordnung (StVO) gibt hier klare Vorgaben.</p>
<h3 data-sourcepos="7:1-7:35">Wann sind Winterreifen Pflicht?</h3>
<p data-sourcepos="8:1-8:132">In Deutschland besteht keine generelle Winterreifenpflicht, sondern eine sogenannte <strong>situative Winterreifenpflicht</strong>. Das bedeutet:</p>
<ul data-sourcepos="10:1-12:0">
<li data-sourcepos="10:1-10:169"><strong>Winterliche Straßenverhältnisse:</strong> Sobald Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte auf den Straßen herrscht, sind Winterreifen vorgeschrieben.</li>
<li data-sourcepos="11:1-12:0"><strong>Keine festen Termine:</strong> Es gibt keine festen Zeiträume, in denen Winterreifen zwingend aufgezogen werden müssen. Die Faustregel &#8222;von Oktober bis Ostern&#8220; ist zwar praktisch, hat aber rechtlich keine Bedeutung.</li>
</ul>
<h3 data-sourcepos="13:1-13:37">Welche Reifen darf ich verwenden?</h3>
<ul data-sourcepos="14:1-17:0">
<li data-sourcepos="14:1-14:208"><strong>Winterreifen:</strong> Klar, das ist die offensichtlichte Antwort. Winterreifen sind speziell für kalte Temperaturen und winterliche Straßenverhältnisse entwickelt und bieten deutlich mehr Grip als Sommerreifen.</li>
<li data-sourcepos="15:1-15:242"><strong>Ganzjahresreifen:</strong> Ganzjahresreifen können unter bestimmten Umständen eine Alternative sein. Sie müssen jedoch das sogenannte <strong>Alpine-Symbol</strong> (ein Berg mit einer Schneeflocke) tragen, um bei winterlichen Bedingungen zugelassen zu sein.</li>
<li data-sourcepos="16:1-17:0"><strong>M+S-Reifen:</strong> Achtung! <strong>Ab dem 1. Oktober 2024</strong> dürfen <strong>M+S-Reifen</strong> ohne das Alpine-Symbol nicht mehr verwendet werden.</li>
<li data-sourcepos="16:1-17:0">Der <a href="http://www.adac.de" target="_blank" rel="noopener">ADAC</a> testen regelmäßig Winterreifen.</li>
</ul>
<h3 data-sourcepos="18:1-18:39">Warum sind die richtigen Reifen so wichtig?</h3>
<p data-sourcepos="19:1-19:219">Winterreifen haben eine spezielle Gummimischung, die auch bei Kälte flexibel bleibt und somit besseren Grip auf Schnee und Eis bietet. Das Profil ist anders gestaltet, um Schnee besser zu greifen und Wasser zu ableiten.</p>
<h3 data-sourcepos="21:1-21:43">Was sind die Folgen bei Nichtbeachtung?</h3>
<p data-sourcepos="22:1-22:122">Wer bei winterlichen Straßenverhältnissen mit Sommerreifen oder nicht geeigneten Ganzjahresreifen unterwegs ist, riskiert:</p>
<ul data-sourcepos="24:1-27:0">
<li data-sourcepos="24:1-24:84"><strong>Bußgeld:</strong> Es droht ein Bußgeld und in einigen Fällen sogar Punkte in Flensburg.</li>
<li data-sourcepos="25:1-25:101"><strong>Versicherungsärger:</strong> Im Schadensfall könnte die Versicherung die Zahlung verweigern oder kürzen.</li>
<li data-sourcepos="26:1-27:0"><strong>Gefahr für sich selbst und andere:</strong> Winterreifen sind ein wichtiger Sicherheitsfaktor. Wer darauf verzichtet, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer.</li>
</ul>
<h3 data-sourcepos="28:1-28:9">Fazit</h3>
<p data-sourcepos="29:1-29:217">Die Winterreifenpflicht ist kein lästiges Muss, sondern ein wichtiger Beitrag zur Verkehrssicherheit. Achte auf die Wetterbedingungen und ziehe rechtzeitig deine Winterreifen auf. So kommst du sicher durch den Winter!</p>
<p data-sourcepos="31:1-31:155"><strong>Tipp:</strong> Informiere dich regelmäßig über die aktuelle Wetterlage und die Straßenverhältnisse. Viele Verkehrsdienste bieten entsprechende Informationen an.</p>
<p data-sourcepos="33:1-33:198"><strong>Übrigens:</strong> Auch die Profiltiefe deiner Reifen ist wichtig. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 Millimeter. Experten empfehlen jedoch mindestens vier Millimeter für optimale Sicherheit.</p>
<p data-sourcepos="35:1-35:156"><strong>Dieser Artikel dient lediglich der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung. Für konkrete Fragen wende dich bitte an einen Fachmann.</strong></p>
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		<title>Schwarzarbeit muss nicht bezahlt werden &#8211; BGH Urteil</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rechtalltaeglich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Oct 2024 14:52:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesetze]]></category>
		<category><![CDATA[Urteile]]></category>
		<category><![CDATA[Auftraggeber]]></category>
		<category><![CDATA[Auftragnehmer]]></category>
		<category><![CDATA[BGH Urteil]]></category>
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		<category><![CDATA[Schwarzarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schwarzarbeit ist ein risikoreiches Geschäft – nicht nur für den Auftragnehmer, sondern auch für den Auftraggeber. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Urteil deutlich gemacht. Wer sich auf Schwarzarbeit einlässt, riskiert nicht nur ein Bußgeld, sondern kann auch auf den vereinbarten Lohn sitzen bleiben. Der Fall: Elektroinstallationsarbeiten ohne Rechnung In dem konkreten Fall hatte [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://recht-alltaeglich.de/2024/10/06/schwarzarbeit-muss-nicht-gezahlt-werden-bgh-urteil/">Schwarzarbeit muss nicht bezahlt werden &#8211; BGH Urteil</a> erschien zuerst auf <a href="https://recht-alltaeglich.de">Recht alltäglich</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p data-sourcepos="3:1-3:328"><strong>Schwarzarbeit ist ein risikoreiches Geschäft – nicht nur für den Auftragnehmer, sondern auch für den Auftraggeber.</strong> Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Urteil deutlich gemacht. Wer sich auf Schwarzarbeit einlässt, riskiert nicht nur ein Bußgeld, sondern kann auch auf den vereinbarten Lohn sitzen bleiben.</p>
<h3 data-sourcepos="5:1-5:56">Der Fall: Elektroinstallationsarbeiten ohne Rechnung</h3>
<p data-sourcepos="7:1-7:373">In dem konkreten Fall hatte eine Elektrofirma einen Auftrag für Installationsarbeiten erhalten. Ein Teil des vereinbarten Lohns sollte in bar und ohne Rechnung gezahlt werden. Die Arbeiten wurden ausgeführt, doch der Auftraggeber zahlte nur einen Teil des vereinbarten Betrags. Als die Firma vor Gericht zog, um den restlichen Lohn einzuklagen, erlitt sie eine Niederlage.</p>
<h3 data-sourcepos="9:1-9:52">BGH: Kein Anspruch auf Zahlung bei Schwarzarbeit</h3>
<p data-sourcepos="11:1-11:243">Der BGH begründete sein Urteil damit, dass sowohl die Firma als auch der Auftraggeber gegen das Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz verstoßen hatten. Durch die Vereinbarung, einen Teil des Lohns schwarz zu zahlen, war der gesamte Vertrag nichtig.</p>
<p data-sourcepos="13:1-13:17"><strong>Das bedeutet:</strong></p>
<ul data-sourcepos="15:1-17:0">
<li data-sourcepos="15:1-15:117"><strong>Kein Werklohnanspruch:</strong> Die Firma hatte keinen Anspruch auf den vereinbarten Lohn, da der Vertrag unwirksam war.</li>
<li data-sourcepos="16:1-17:0"><strong>Kein Ausgleichsanspruch:</strong> Auch ein Anspruch auf Wertersatz für die geleistete Arbeit wurde abgelehnt. Denn wer gegen ein Gesetz verstößt, kann sich nicht auf dieses Gesetz berufen, um einen Anspruch geltend zu machen.</li>
</ul>
<h3 data-sourcepos="18:1-18:51">Konsequenzen für Auftraggeber und Auftragnehmer</h3>
<p data-sourcepos="20:1-20:154">Dieses Urteil zeigt deutlich: Schwarzarbeit lohnt sich für niemanden. Sowohl Auftraggeber als auch Auftragnehmer setzen sich einem erheblichen Risiko aus.</p>
<ul data-sourcepos="22:1-24:0">
<li data-sourcepos="22:1-22:341"><strong>Auftraggeber:</strong> Wer Schwarzarbeit in Anspruch nimmt, riskiert nicht nur ein Bußgeld, sondern auch, dass die geleistete Arbeit mangelhaft ist und er keine Gewährleistungsansprüche geltend machen kann. Zudem besteht das Risiko, dass er für die gesamte vereinbarte Summe aufkommen muss, selbst wenn nur ein Teil der Arbeit ausgeführt wurde.</li>
<li data-sourcepos="23:1-24:0"><strong>Auftragnehmer:</strong> Wer Schwarzarbeit anbietet, riskiert, seine Forderung nicht durchsetzen zu können und muss mit einer Anzeige rechnen.</li>
</ul>
<h3 data-sourcepos="25:1-25:31">Schwarzarbeit schadet allen</h3>
<p data-sourcepos="27:1-27:262">Schwarzarbeit schadet nicht nur den beteiligten Parteien, sondern auch der gesamten Gesellschaft. Sie führt zu einem Verlust von Steuereinnahmen und Sozialabgaben, untergräbt faire Wettbewerbsbedingungen und kann zu einer Verdrängung seriöser Unternehmen führen.</p>
<p data-sourcepos="29:1-29:10"><strong>Fazit:</strong></p>
<p data-sourcepos="31:1-31:278">Wer sich für Schwarzarbeit entscheidet, handelt leichtsinnig. Die rechtlichen Risiken sind hoch und die möglichen Folgen gravierend. Es ist daher dringend zu empfehlen, immer auf seriöse Unternehmen zurückzugreifen und alle Arbeiten ordnungsgemäß zu beauftragen und abzurechnen.</p>
<p>Quelle: Pressemitteilung Bundesgerichtshof, <a href="https://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;nr=67648&amp;pos=0&amp;anz=1" target="_blank" rel="noopener">Urteil vom 10. April 2014 – VII ZR 241/13</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://recht-alltaeglich.de/2024/10/06/schwarzarbeit-muss-nicht-gezahlt-werden-bgh-urteil/">Schwarzarbeit muss nicht bezahlt werden &#8211; BGH Urteil</a> erschien zuerst auf <a href="https://recht-alltaeglich.de">Recht alltäglich</a>.</p>
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